Elektronische Signatur


Unterschiede zwischen der digitalen und der elektronischen Unterschrift


Die digitale Unterschrift bezieht sich bei der Übertragung von telematischen Nachrichten und der Verwaltung von elektronischen Dokumenten auf ein kryptografisches Verfahren, das die Identität einer Person oder eines Computers mit einer Nachricht oder einem Dokument vereint. Die digitale Unterschrift kann außerdem die Dokumenten-Integrität oder die Nachricht sichern.

 

Die elektronische Signatur kann genauso wie die holographische Unterschrift (eigenhändig geschriebene Unterschrift) mit einem Dokument verknüpft werden, um den Autor zu identifizieren, die Übereinstimmung (oder Nichtübereinstimmung) mit dem Inhalt festzustellen oder anzuzeigen, ob das Dokument gelesen wurde oder je nach Art der Unterschrift die nicht Veränderbarkeit des Inhaltes zu garantieren.

 

Terminologie

 

Die Begriffe "digitale Unterschrift" und "elektronische Signatur" werden oftmals als Synonyme verwendet, dieser Gebrauch ist jedoch nicht korrekt.

 

Während sich die digitale Unterschrift auf eine Reihe kryptografischer Verfahren bezieht, spricht man bei der elektronischen Signatur von einem grundlegend legalen Begriff, der aus technischer Sicht betrachtet umfangreicher ist, da er auch nicht kyptografische Verfahren berücksichtigen kann.

 

Ein Beispiel für die Wichtigkeit der Unterscheidung beider Begriffe ist ihre Verwendung durch die Europäische Kommission. Bei der Ausarbeitung der EU-Richtlinie 1999/93/EU, die einen allgemeinen europäischen Rahmen für die elektronische Signatur schafft, begann man den Begriff der digitalen Unterschrift für das erste Konzept zu verwenden. Dies änderte man jedoch und benutzte von nun an den Begriff der elektronischen Signatur, um die gesetzliche Regelung dieser Unterschrift von der Technologie zu unterscheiden, die bei ihrer Installation verwendet wurde.